Hundebox für das Wohnmobil selber bauen

Hundebox für das Wohnmobil selber bauen
11. April 2018 Alexander Sonnet
Alexander Sonnet
In Allgemein, Wohnmobil

In diesem Artikel möchte ich euch gerne zeigen wie ihr ganz einfach eine Hundebox für das Wohnmobil oder euren Kastenwagen bauen könnt und warum es wichtig ist seine Fellnasen zu sichern.

Warum eine Hundebox?

Da wir drei Hunde haben und zwei davon eigentlich immer mit dabei sein sollen und uns ihr Wohl am Herzen liegt haben wir uns relativ schnell dafür entschieden, dass es eine Hundebox werden soll. Uns reicht es nicht, sie nur mit einem Geschirr auf dem Rücksitz zu platzieren oder die Mädels überhaupt nicht zu sichern. Des weiteren haben sie so einen Rückzugsort im WoMo und liegen auch nicht immer im Weg.

Auch der kleinste PFIFFI sollte währen der Fahrt gesichert sein, nicht nur zum Wohl der Insassen sondern auch zum Wohl seiner vierbeinigen Freunde.

Klar benötigt diese Box Platz, aber wer seine Fellnasen liebt sollte einfach diesen Raum für seine Hunde schaffen, sie werden es dir danken.

Wie habe ich unsere Box geplant?

Da wir einen Kastenwagen haben ist es nicht schwer den richtigen Platz zu finden, dieser befindet sich unter dem Bett. Dort ist genügend Platz für unsere Fellnasen und die Hälfte des zur verfügung stehenden Platzes wollten wir auch dafür nutzen. Bei einem Hund würde mit Sicherheit die Hälfte davon ausreichen.

In den meisten Kastenwagen gibt es zum Wohnraum ein Brett unter dem Bett das dafür sorgt, dass der ganze Krempel den man so dabei hat, währen der Fahrt nicht nach vorne kommt und „HALLO“ sagt. 😀  Das Brett wird durch unser eigenes Gitter aus Aluminium inkl. Tür ersetz. Damit natürlich auch die Hunde vor diesem Krempel geschützt sind musste auch hinten ein Gitter rein. Dieses haben wir ebenfalls mit einer Tür versehen. So können die Hunde auch von hinten in das WoMo einsteigen. Nach einem matschigen Spaziergang super praktisch. 😀

Der Bau

Da ich Metaller bin ist es für mich klar gewesen das ich die Vorrichtung selber bauen will. Positiver Nebeneffekt, die Geldbörse wird auch etwas geschont. Die Kosten für das Material betrugen ca. 120€ + die eigene Arbeitskraft und Zeit. Wer ein wenig handwerkliches Geschick besitzt, kann die „Box“ ganz einfach nachbauen.

Zuerst gilt es alles so gut es geht zu vermessen und auch zu überprüfen ob sich die Türen am Gitter richtig öffnen lassen und nicht irgendetwas den Weg versperrt. Wenn ihr euch bei der Vermessung unsicher seid, nehmt euch ein großes Stück Pappe zur Hilfe. An der gewünschten Stelle schneidet ihr die „Tür“ ein und schaut ob genügend Platz dafür vorhanden ist.

Entschieden habe ich mich für 20x20mm Aluminiumprofil, welches nicht mehr als einen Euro pro Meter kosten sollte. Bestellt habe ich es HIER,  wie fast alles andere für den Bau. Zur Verbindung habe ich Eckverbinder aus Plastik genutzt, diese sitzen so straff in dem Profil, dass man ohne Bohren und Schrauben auskommt. Für ein Gitter mit Tür benötigst du also 4x Eckverbinder, 2x T-Verbinder und für die Tür, 2x Scharniere aus Plastik und 1x Fallschloß.

Alle Links zu den Produkten findest du am Ende des Artikels.

Jetzt gilt es alle Profile auf die richtige Länge zu zuschneiden und darauf zu achten, dass man immer 2cm vom Eckverbinder abziehen muss. Nach dem Schneiden müssen alle Teile entgratet werden. Das ist wichtig da die Verbinder sonst nicht in das Profil passen und die Fellnasen sich sonst daran verletzen könnten.

Bitte alle Teile erst miteinander verbinden, wenn du in das untere und obere Profil Löcher für die Gitterstäbe gebohrt hast, das geht sonst nicht mehr. Hier habe ich 10mm Alu-Rohr verwendet und ungefähr alle 5cm ein Loch für das Rohr gebohrt. Ich habe die Löcher mit einem 10er Bohrer gebohrt und angesenkt, so gingen sie schön straff mit dem Schonhammer rein und nichts hat geklappert. Sollte es bei euch doch klappern könnt ihr auf der Rückseite einfach an jedem Rohr ein weiteres kleines Loch bohren und diese dann mit Hilfe einer Popniete (Blindniete) fixieren.

Jetzt kannst du den unteren Teil des Grundrahmens zusammen klöppeln, die Gitterstäbe rein und das Oberteil drauf setzen. Hier hilft eine dritte oder vierte Hand, da alles gleichzeitig zusammen an seinen Platz muss.  TIPP: Leg dir ein altes Geschirrtuch drunter damit nichts zerkratzt.

Jetzt kannst du die Scharniere platzieren und die Löcher dafür bohren, verwende hier aber lieber keine selbstschneidenden Schrauben sondern bohr ein Durchgangsloch und sichere es mit einer Schraube und Mutter, das ist wesentlich stabiler. Wenn du das erledigt hast kannst du die Größe für die Tür ausmessen, das sollte so genau wie möglich sein damit nachher die Tür auch ins Schloss fällt. Für die Tür wiederholst du jetzt eigentlich alle Schritte wie schon zuvor beschrieben und fertig ist dein Hundegitter.

Comment (1)

  1. Bettina Liewald 5 Monaten vor

    Hallo,
    Vielen Dank für die Beschreibung. Es freut mich total, denn eine ähnliche Konstruktion würde ich gerne für unseren Hund (mittelgroße Hündin mit enormen Platzbedarf) bauen. Unser Kasten kommt aber leider erst nächstes Jahr. Was mich noch interessieren würde und was ich leider nicht herauslesen und in den Viedeos erschauen können, ist wie du die Gitter im Kasten befestigt hast? Geklemmt? Falls ich was übersehen habe tut es mir leid. Ich würde mich sehr freuen, wenn du das (nochmal) erklären könntest.

    Danke,
    B7

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