Wie erarbeite ich den Blickkontakt mit meinem Hund?

Wie erarbeite ich den Blickkontakt mit meinem Hund?
21. März 2018 Stephanie Arndt
In Hunde

In so manchen Momenten hab ich mir den Blickkontakt meiner Hunde gewünscht. Ich wollte, dass sie auf mich achten, nicht auf die Menschen, die uns entgegen kamen, den kläffenden Hund auf der anderen Straßenseite, oder die lärmende Baustelle neben uns. Es gibt unzählige Momente, in denen es uns und dem Hund das Vorbeigehen erleichtert.

Minou zeigte mir ganz von allein, dass sie viel entspannter war, wenn sie mich ansah und nicht die „böse Ablenkung“. Also machte ich mir das zunutze und begann das Kommando „schau“ zu üben und im Alltag anzuwenden.

Hier nahm ich mir auch den Clicker zu Hilfe, denn damit konnte ich Minou ihren Blick wesentlich besser bestätigen.

Wer sich unsicher ist, wie genau der Clicker angewendet wird, darf gerne nachfragen! Sehr gerne helfe ich dir dabei. 🙂

Ganz simpel hab ich zu Hause, ohne Ablenkung, damit begonnen ein Leckerli in die rechte Hand zu nehmen und seitlich von mir wegzuhalten, der Hund sollte natürlich vor dir platziert sein. 🙂

Alternativ kannst du auch ein Spielzeug verwenden, irgendetwas, was dein Hund richtig klasse findet.

Anfangs wird der Keks / das Spielzeug interessanter sein, denn er möchte es ja unbedingt haben.

Sobald er allerdings DICH anschaut, gibt es sofort den Click und direkt den Keks/das Spielzeug hinterher. Er lernt nun, dass er diese tolle Belohnung nur über dich bekommt / dich anschauen ist super, denn es gibt ja was Feines.

Das wiederholst du so oft, bis dein Hund genau weiß was du von ihm möchtest. Jetzt kannst du ein Kommando einbauen, wir nutzen dafür einfach „schau“. Auch das konditionierst du nun mit deinem Hund. Wenn du möchtest, kannst du auch den Keks gegen etwas noch tolleres eintauschen um die Übung etwas schwieriger zu gestalten 🙂

Eigentlich war das auch schon alles, denn viel mehr gehört gar nicht dazu. Wichtig ist, dass du im richtigen Moment clickerst und belohnst. Dein Hund muss DICH anschauen, nicht den Keks oder das Spielzeug. Timing ist hier ganz wichtig.

Das Kommando sollte natürlich immer wieder geübt und somit gefestigt werden, damit ihr es auch in brenzligen Situationen nutzen könnt. Beispielsweise ein pöbelnder Hund, der recht nah an euch vorbei gehen muss, weil es der Platz vielleicht nicht anders zulässt.

Wir haben, nachdem das Kommando richtig gut saß, noch ein Handzeichen eingebaut, denn für Minou ist das immer eine Art Verstärkung des Gesprochenem, zumindest hab ich das Gefühl.

Also haben wir wieder gemeinsam geübt. Das Leckerli rechts von mir, Minou ihr Blick lag auf mir, Kommando „schau“ und dazu mit der Linken Hand das Zeichen. So konnte ich ihr auch genauer zeigen, wie lange sie schauen soll. Solange ich meine Hand in Richtung meines Gesichts hielt, war ihr Blick erwünscht.

Zum Thema gibt es auch ein kleines Video, in dem ich alles noch einmal kurz erkläre und auch zeige. 🙂

Sollte es trotzdem Fragen dazu geben, immer her damit! Ich freue mich über Feedback und natürlich auch über Erfahrungsberichte von dir.

Niemals hätte ich gedacht, dass ich jemals einen Blog über unser Training verfassen werde. Ich freue mich sehr, dass wir nach Tipps gefragt wurden und ich nun darüber berichten durfte.

Und nun viel Spaß beim Üben. 🙂

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